PS 09

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Freudenau, 1888 [Woche 10+11, Jü]

14. 3. 2009 · 2 Kommentare

„Trabrennen“, notierte Johann Nepomuk Rossknecht, „sind in der Tat eine vollkommene Verschwendung der Kraft von Mann und Tier. Nur im Galopprennen kann das Pferd – namentlich der junge, unverbrauchte Hengst – in seiner natürlichen Gangart und mit weit ausgreifenden Bewegungen brillieren; nur im Galopprennen kann sich der Reiter – namentlich der noch nicht vollständig gereifte junge Mann – als Artist und Künstler seines eigenen und des Pferdes Körpereinsatz beweisen.“ Er nickte, zufrieden mit seinem Einfall. Dann riss er das Blatt aus seinem Notizheft und schob es hastig in die Rocktasche. Theoretische Ausführungen dieser Art würden keinem Freude machen, wenn sie in seinem Bericht zu finden waren, weder ihm noch seinem Auftraggeber und schon gar nicht dem Kaiser.

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Kategorien: 5. Themenstellung (Woche 10 & 11)
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